Geschichte allgemein
Theobroma - der Kakaobaum.
Der immerblühende Paradiesbaum produziert das ganze Jahr hellgelbe und rötliche Blüten. Er hat seinen Ursprung in Mittelamerika und gedeiht im feuchten Äquator- Bereich. Die sich von grün über gelb bis schliesslich zu rotbraun wandelnden Früchte reifen direkt am Stamm und an den dicken Ästen. In ihrem Fruchtfleisch bergen sie 25 bis 50 aromatisch bittere Samen, die Kakaobohnen. Vor mehr als 200 Jahren gab ihr der Begründer der modernen Botanik, Carl von Linné den botanischen Namen «Theobroma cacao», was sich mit «Götterspeise» übersetzen lässt. Und das wohl zurecht, wurde doch Schokolade von jeher mit himmlischen Genüssen verbunden. Schokolade wirkt stimulierend, beeinflusst Herz und Kreislauf günstig, löst Lust- und Glücksempfindungen aus. Manche sprechen ihr auch aphrodisische Wirkung zu.
Xocolatl - Göttertrank der Azteken.
Weil Kakaobohnen bitter schmecken, wurden sie geröstet und auf einem heissen Stein zerrieben. Dann wurde der Kakao zusammen mit Wasser und Gewürzen gequirlt und schaumig als «Xocolatl» im goldenen Becher serviert. Die Azteken zelebrierten den Göttertrank als die «Brücke zum Himmel». Kakaobohnen, «Cacahuatl» genannt, dienten als Zahlungsmittel.
Die Entdeckung des braunen Goldes.
1502 kam Christoph Kolumbus auf seiner vierten Reise als erster Europäer mit Kakao in Kontakt. Er interessierte sich aber nicht weiter dafür. Hernando Cortez, der Eroberer Mexicos, fand den Kakao vor allem wegen seiner stimulierenden Wirkung interessant: «Ein Becher hält einen Soldaten einen ganzen Tag frisch». 1528 brachte er die Kakaobohne nach Spanien.
Vom elitären Luxusgut zum Massenprodukt
Prinzessin Anna heiratet Louis VIII und brachte die Trinksitte von Spanien an den Französischen Hof. Damit begann der unaufhaltsame Aufstieg zum beliebten Modegetränk in Europas Adelshäusern. Mit Beginn der Industrialisierung verlor Trinkschokolade an Bedeutung, dafür wurde Schokolade in fester Form immer beliebter. Im 19. Jahrhundert schrieben Schweizer mit der Erfindung des Conchier-Verfahrens und der Milchschokolade Geschichte. Heute hat sich die Nachfrage vervielfacht und globalisiert und wird mit uniformen Massenprodukten ohne Identität abgedeckt. Doch der echte Choco-Liebhaber sucht Authentizität, die ursprüngliche, unverfälschte Schokoladenqualität.
Mit Genehmigung Max Felchlin AG
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